Seille

SeilleNebelschwaden ziehen übers Wasser. Der Fluß liegt ganz ruhig und wir haben das Gefühl, daß wir drüber schweben. Wir kommen an einem riesigen Feld mit den berühmten "Bresse" Hühnern vorbei. Es scheint, daß dies glückliche Hühner sind. Viel Gras, viel Auslauf. Die Bresse ist bekannt für Ihr Geflügel, Kälber und Käse. Der Fluß windet sich durch die Landschaft und zum 1. Mal sehen wir Purpurreiher, bräunlich ohne Hals.

In Cuisery legen wir am Campingplatz. Hier sind sie sehr freundlich und dennoch nicht aufdringlich. Wir gehen einkaufen und essen anschließend. Trinken am Campingplatz noch Kaffee. Heute wollen wir wieder rausliegen. Bei Loisy sind eine Frau und ein Mann an der Schleuse. Sie kurbeln. Sie mühen sich sehr und die Frau redet wie ein Wasserfall auf mich ein. Der Mann ist taubstumm. Sie verkaufen Produkte der Region. So probieren wir Wein und kaufen zwei Flaschen und Senf zum Verschenken. Gegen 15 Uhr legen wir wieder am einem Baum an. Kurz darauf scharen sich die Angler auf der gegenüber liegenden Seite.Seille Typisch. Hier wird geangelt wie wild. Viele Schiffe fahren noch an uns vorbei - alle auf der Flucht. Abends kocht Thomas "Lapin" (Kaninchen) hervorragend! Excellent!

Heute wird das Wetter schön. Viele Angler sind am Ufer und winken. Einer gibt uns ein Zeichen, daß wir ein schönes Boot hätten. Einer haben uns nun schon gesagt oder gedeutet, daß Ihnen das Schiff gefällt. Ich sehe einen Eisvogel. Louhans, hier finden wir keine Anlegemöglichkeit und trauen uns auch nicht an den Steg der Sightseeing-Boote. Etwas genervt fahren wir zurück. wir fahren noch ein Stück und dann legen wir an einem Baum an. Allgemein gereizte Stimmung - der Tag ist nicht so verlaufen wie wir uns das dachten.

Saône

TournusGleich morgens fahren wir durch die letzte Seille-Schleuse. Raus auf die Saône. In Tournus legen wir am Schwimmponton an, da wir die Stadt ansehen wollen. Eigentlich wollten wir heute weiterfahren, aber es gefällt uns so gut hier, daß wir bleiben. Das Frachtaufkommen ist so gering und das Schaukeln gibt sich immer wieder schnell. Beim Stadtbummel und Abbaye Besichtigung finden wir einen Waschsalon. Tournus ist eine schöne, lebendige Stadt.

SolarbootIn Verdun sur le Doubs wollen wir Mittag machen. Vor 5 Jahren konnte man hier noch gut festmachen. In der Zwischenzeit sitzt hier eine Charterfirma, die den ganzen Steg beansprucht. Wir machen an der Kaimauer fest. Thomas sieht hier einen Flußkrebs. Es ist Samstag und überall sind die Angler wieder "los".

An den nächsten Schleusen warten wir nicht lange.Der Schleuser führt "Schnell -Schleusungen" durch. Da geht es zu wie auf dem Meer - auf,ab,hin und her. In Seurre gehen wir noch einkaufen. Eigentlich ein netter Ort, aber es ist so heiß, daß man ihn sich nicht ansehen kann. Die Schwimmpontons sind verwaist und bei der Ausfahrt sehen wir warum. Sie haben einen richtigen Hafen angelegt. Durch die nächste Schleuse und ein langes Stück öder Kanal. Bei km 208,5 machen wir am Baum fest. Thomas geht gleich ins Wasser und ich dusche. Gegenüber ist eine Familie die Ihr Zelt aufbaut, es ist Wochenende. Angeln, Zelten, grillen...das ist französisch.

Saint-Jean-de-LosneSt. Jean de Losne, wir legen an der Kaimauer an, da wir keine Lust auf Hafen haben und auch nicht bleiben wollen. Durch den Ort laufen wir zum Hafen, sehen uns die Preise für Schiffe an. Der Zubehörladen hat sonntags geschlossen. Auf dem Rückweg trinken wir an der Saône noch Kaffee. St. Jeau de Losne ist kein schöner Ort. Wir fahren dann zum Bunkerboot. Es gehen etwas über 300 l Diesel rein. Das Polizeiboot fährt auf und ab und zieht alle Privaten Schiffe zur Kontrolle raus. Führerschein, Schiffspapiere, Vingnette... Punkt 12 Uhr machen die Mittag und wir fahren raus ohne Kontrolle. Es ist brütend heiß. Um 14 Uhr machen wir bei km 220 am Baum fest. Die Dusche war Thomas beste Idee!

AlbinAlbinDie Saône hat uns sehr gut gefallen, da wir immer Ankern konnten, was bei der Hitze sehr angenehm war. Schatten unter Bäumen und Baden und nachts absolute Ruhe. Der Fluß ist von Tournus bis bis Port sur Saône herrlich, dann wird er langsam immer kleiner. Die Städte haben uns von Tournus bis Auxonne gut gefallen, dann wurden sie trist und dienten nur zum Einkaufen.

Canal de l´est

Port-sur-SaoneGleich in der ersten Schleuse bekommen wir einen Piepser. Dies gefällt uns ganz gut, da wir so unseren Rhytmus selber wählen können. Auch hier sind viele Charterboot unterwegs. Am Anfang ist der Kanal sehr befremdend, da er so schmal und ruhig ist. Doch hier verläuft er wunderschön von Bäumen und Wäldern gesäumt. Bei diesem Wetter bilden die Blätter schöne Licht und Schatten Spiele. Dies ist ein herrlicher Abschnitt gewesen.


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