Fünfte Woche

Nach dem Canal Marne au Rhin, fahren wir auf dem Canal latéral à la Marne talwärts Richtung Paris.Chalon-sur-Marne Châlon sur Marne ist ein bemerkenswerter Zwischenstopp. Eine größere, lebendige Stadt in der man normalerweise ruhig übernachten kann. Der Anlegeplatz liegt direkt aus unserer Richtung gesehen vor der Stadt hinter einer Insel. Inzwischen ist er schon sehr seicht, bei Schiffen mit größerem Tiefgang ist Vorsicht geboten.

ChastellaneViel Eindruck hat ansonsten dieser Kanal nicht bei uns hinterlassen. Das hat mehrere Gründe, erstens kannten wir diesen Abschnitt bereits und zweitens war das Wetter nicht gerade sommerlich. Um so mehr sind wir von der Marne angetan. Immer mehr entwickeln wir uns zu Flussfahrern. Die Weite des Flusses erlaubt es uns an vielen Stellen Pause zu machen, oder über Nacht zu ankern.

Gegen Ende der Woche erreichen wir Epernay. Das Herz der Champagne, mit seinen vielen bekannten Sektkellereien, Pardon Champagnerkellereien. Nach dem der Hafenmeister rührend bemüht war uns einen, 15m langen, Liegeplatz frei zu machen, starten wir sofort zu einem Besuch einer Kellerei.Chastellane

Unsere Wahl fällt zufällig auf de Chastellane , das sollte sich noch als sehr gut heraus stellen. Die anschließende Führung begleited eine Junge Frau aus dem Elsass die Französisch benso beherrscht wie Deutsch. Ein Paar aus Frankreich und wir sind die Besuchergruppe. Das ermöglicht eine individuelle, intensive Führung zu Fuss. Sehr beeindruckend die unendlichen Keller, die wir auf unserem Rundgang nur erahnen können. Nach der Führung machen wir noch eine Champagnerprobe und kaufen natürlich noch, für unsere finanziellen Möglichkeiten, eine Unmenge Champagner. Eine kleine Anekdote muss ich noch erzählen. Da mein Französisch ja so hervorragend ist, habe ich die Wegbeschreibung des Hafenmeisters sofort verstanden. Viola hat mir noch zugerufen, dass dies der falsche Eingang sei, aber ich stand schon umringt von bewaffnetem Wachpersonal, im Auslieferungslager. Ein mulmiges Gefühl, angesichts der fünfzehn Millionen Champagnerflaschen die hier lagern aber durchaus verständlich, dass dieser Bereich gut bewacht ist.

Nach dem wir am nächsten Morgen den Markt von Epernay besucht haben, halten wir schon nach kurzer Weiterfahrt in Cumiéres, Zentrum der Champagneweinberge. Hier haben alle großen Namen ihre eigene Weinberge.Bombus Nachmittags unternehmen wir einen Ausflug durch die Weinberge nach Hautvillers, der Wiege des Champagners. Hier erfand um siebzehnhundert ein Mönch das Champagnerverfahren.

Die nächsten Tage geniesen wir einfach die Fahrt auf der Marne. Schiffe begegnen uns nur noch sehr wenige. Überall gibt es gute Plätze zum Rasten oder Übernachten, es ist warm, so dass ich des öfteren in der Marne bade. Landschaftlich ist die Schönheit des Flusses in diesem Abschnitt kaum mehr zu überbieten.

Eine gute Möglichkeit, Kraft zu tanken für Paris.


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