Der Rhein

ParlamentDer Rhein ist schon ein gewaltiger Fluß. Containerschiffe, Kies, Sand und Gefahrengutschiffe kommen und gehen. Vor 5 Jahren haben wir in Karlsruhe im Motorbootclub getankt und da wollen wir heute hin. Sie haben tolle neue Stege und wir können gleich außen gut anlegen. Wir gehen ins Clubhaus, werden sehr freundlich aufgenommen, dürfen gleich noch Wasser und Diesel tanken und bekommen einen Schlüssel für Duschen und WC. Nach dem Duschen gehen wir ins Clubhaus und essen Rahmgeschnetzeltes mit Spätzle und Salat.

RheinUm 8 Uhr 45 fahren wir auf den Rhein raus. Die Verwirbelungen sind wirklich groß und wir müssen uns wieder sehr auf die Schiffahrt konzentrieren. Nach Speyer gibt es fast nur noch Industrie am Rhein und ganz schlimm wird es bei Ludwigshafen, Mannheim. Um 12 Uhr 30 bei Rhein km 428,2 biegen wir in den Neckar ab.

Neckar

HeidelbergBei der Schleuse Feudenheim kommt gerade ein Frachter aus der Schleuse. Thomas funkt und wir dürfen sofort einfahren. Ebenso gut geht es bei Schleuse Schwabenheim. Die Neckarschleusen sind sehr schwierig und unruhig. Wir haben Glück, daß unser Schiff so lang ist und wir vorne und hinten belegen können.

Nachmittags sind wir in Heidelberg. Am Motor-Boot-Club war kein Außenponton frei, aber weiter hinten hat ein Mann gewunken. Wir sehen einen Außenponton: Der Mann hilft uns beim Anlegen und so liegen wir im MYC-Heidelberg. Gegen 18 Uhr kommt Herr Schwarz, der Hafenmeister. Ein sehr netter Mann und hilfsbereit.

LauffenUm 7 Uhr werden wir aus dem Bett gelupft. Ein Frachter ist schnell vorbeigefahren. Kurz darauf der Nächste. So stehen wir auf und inspizieren die Leinen, alles ok. Kaum beim Frühstück fängt es an zu regnen. Wir trödeln noch was rum, aber es scheint sich einfach richtig einzuregnen. Also legen wir trotz Regen ab. Wir funken mit der Schleuse und können direkt einfahren. Eigentlich wollte ich das Heidelberger Schloß in der Morgensonne fotografieren. Der Neckar ist hier wunderschön, schade daß es so regnet.

StuttgartRemseck km 170,5. Jetzt, am Morgen schüttet es. Wir trinken Kaffee und warten noch ab. Gegen 11 Uhr hört es zu regnen auf und wir legen ab. Das Funken vor den Schleusen klappt hervorragend und wir kommen immer schnell dran. Ab dem Max-Eyth-See habe ich schon ein komisches Kribbeln im Bauch. Noch nie sind wir auf dem Wasserweg nach Hause gekommen. Alles mal aus einer anderen Perspektive, obwohl es mir doch so vertraut ist. In Cannstatt sieht man schon einmal den Fernsehturm, dann die Wilhelma, vorbei am Gaskessel...

EsslingenPlochingenDann die Esslinger Weinberge, wir sehen die Neckarhalde. Am Pliensau-Turm haben wir uns mit Mutti, Heike, Zita und Martin verabredet. Endlich das ganze Haus Stahlackerweg wieder vereint. Gemeinsam legen wir ab und fahren die 3 letzten Schleusen. Wir legen hinter dem Albatros in Plochingen an. Heike hat Zwetschgenkuchen mitgebracht und wir machen Kaffee. Der Neckar ist eine wunderschöne Wasserstraße nur leider mit viel zu wenigen Anlegemöglichkeiten. Es war ein wunderschöner, erholsamer, harmonischer Urlaub.


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