Canal de Briare

RognyMorgens wollen wir gleich die Schleusenkette nach oben hinter uns bringen (6 Schleusen auf 1,6 km). Es sind alles "automatique Ecluse" und an den Zugstangen zum Bedienen sind dicke Stangen angebracht für die Leine. Am Scheitelpunkt ist das Wasser nicht so schön wie wir es uns vorgestellt haben und die Seen beeindrucken auch nicht besonders. Also schleusen wir gleich wieder ab. Bei Quzouer sur Trezée fahren wir an einem Kinderangelwettbewerb vorbei.

Loire-BrueckeIn Briare legen wir an, da wir die Loire Brücke uns zuerst einmal in Ruhe ansehen wollen. Sie wurde 1890 von Gustav Eiffel gebaut und ist mit 662 m die längste Kanalbrücke der Welt. Dieses Aquädukt heißt: Pont Canal St. Firmin sur Loire.Sehr beeindruckend! Der Ort selber ist furchtbar und lebt eigentlich nur von der Brücke. Touristenschiffe fahren auf und ab und das war es. Über Nacht wollen wir hier nicht liegen und fahren dann doch noch über dieses Aquädukt hinaus. Jetzt heißt der Canal, Canal latéral à la Loire.

Loire-BrueckeHeute wollen wir ein Stück fahren um möglichst schnell am Atomkraftwerk vorbei zu kommen. Der Kanal ist hier nicht sehr attraktiv, viel Landwirtschaft und gerade Strecken. Jetzt sind wir in der Gegend des "Sauvignon" Weins. In Ecluse 36 kaufen wir je 1 Flasche zum Probieren. Und anschließend kommt die Region des Ziegenkäses. Dieser zählt zu den berühmtesten Frankreich. Wir begnügen uns aber ausschließlich mit dem Ziegen ansehen.

Der Kanal zieht sich so durch die Landschaft. Vorbei an Getreidefeldern, Kühen und Maisfeldern. Vor dem Aquädukt, 343 m lang, über den Allier wollen wir anlegen und uns das Ganze mal ansehen. Nichts war es, alles leicht zusammen gebrochen. Also fahren wir in die Doppelscheuse, diese 2 Schleusen gehen 4 m hoch zum Aquädukt. Was uns sehr beeindruckt. Wir fahren über den Allier und sehen direkt dahinter "bollards" im Schatten. Wunderbar, hier legen wir an und bleiben.

Heute wollen wir nach Nevers.Lateral-a-la-Loire Der kleine Seitenkanal ist mit 2 Schleusen zum Canal latéral à la Loire verbunden. Dieser schlängelt sich wunderschön an einer 4 reihigen Baumallée entlang. Doch der "Hafen" läßt zu wünschen übrig, aber es gibt Strom und Wasser. Am Schwimmbad, sehr schön, mit Rutschbahn und Wellenanlage, vorbei kommen wir über die Loirebrücke nach Nevers. Es gefällt uns gut, eine Stadt die lebt, schöne Altstadt, viele Sehnswürdigkeiten und eine Markthalle in der wir gleich einkaufen. Dann schlendern wir noch in der Fußgängerzone und trinken gemütlich einem Kaffee. Nevers war schön.Canal-de-Briare

HotelpenicheNach Decize stößt in der Schleuse ein Franzose auf uns. Völlig hecktisch. Er erklärt uns, daß er heute Abend in Digoin sein muß. Selbstverständlich lassen wir ihn nach der Schleuse überholen. Er fährt viel zu schnell und rast an liegenden Schiffen vorbei. An der nächsten Schleuse sieht uns die Schleuserin noch kommen und macht die Tore wieder auf. Nun liegt er vorne - und das bei aufwärts - und nur mit 1 Strickchen... Er tobt und das Schiff dreht sich. Er legt sich mit der Schleuerin an... Ein vollkommener Idiot. In der nächsten Schleuse sprechen wir mit der Schleuserin, dass sie Ihn ziehen lassen soll. Wer will schon mit so Einem schleusen.

Digoin - Canal du Centre

WohnpenicheWeiter im Canal du Centre nach Paray le Monial, wo wir durch die Fußgangerzone schleudern. Dann gehts weiter bis in Schleuse 21. Sie steht offen, wir legen an, keiner kommt. Nach 1 Std. kommt ein Schleuser, der sich vielmals entschuldigt, er wisse nichts von uns, er habe eine Peniche begleitet, die entgegenkommt. Tatsächlich, nach so langer Zeit begegnen wir mal wieder einer Peniche. Die nächste Scheuse machen wir allein. Hier ist ein Schleuser immer für mehrere verantwortlich, Penichen haben Vorrang und uns machst Spaß mal wieder alleine zu schleusen. Der Kanal windet sich hier schön durch die Landschaft. Etwas später begegnen wir sogar noch einer Hotelpeniche. Von weitem sehen wir das Chatêau Digoine, in Privatbesitz nicht zu Besichtigen.

Le-Pont-LoireDie Strecke zwischen Paray le Monial und Ciry le Noble ist wunderschön und hier sehen wir auch schon viele "Charolais" Kühe. Montceau les Mines, eine Industrie und Kohlebergbaustadt, durchfahren wir. Hier haben sie einen richtigen Hafen angelegt, der uns aber nicht lockt, viel zu laut. Dafür entdecken wir aber zwischen Scheuse 9 und 8 den heiß ersehnten Le Clerc. Wir machen an der Leitplanke fest und gehen groß einkaufen. Viele Getränke und Vorräte. Mit dem Einkaufswagen fahren wir bis zum Schiff - toll.

Leger-sur-DheuneDann geht es die letzten Schleusen aufwärts. Die Strecke ist sehr kurvenreich und die Scheitelhaltung, bei Montchanin, wild romantisch. Jetzt geht es abwärts. Schöne Strecke und obwohl die Schleusen automatique sind, braucht man immer wieder einen Schleuser Sie kommen und gehen und wissen immer wo man ist. Schleusenkette abwärts bis St. Leger sur Dheune. In Santenay kaufen wir in einer kleinen Cave "Prosper Maufoux". Die Besitzer fahren uns samt Wein zum Schiff. Der Kanal ist wunderschön, vorbei an Weiden, Feldern, Weinbergen schlängelt er sich durch die Landschaft.

Von Santenay über Chagny geht es auf die Saône. Ein richtig breiter Fluss mit Frachtschiffen und viel Verkehr. Für uns ein ganz ungewohntes Gefühl.


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